Neue Woche, Freizeit auch vorhanden. Mein erster Versuch, ein möglichst kostengünstiges, praktisches Gehäuse für den Serverbetrieb zuhause (a.k.a. „Projekt Guerkhan”) zu bauen, war seinerzeit ein voller Erfolg. Bilder sagen mehr als Worte:

Wie zu sehen ist, löst diese Konstruktion einige Probleme, die es mit sich bringt, eine Datenzentrale mit viel Speicherplatz aus viel inhomogenem, preisgünstig verfügbarem Material zu bauen.

  • Kein Kabelchaos am Arbeitsplatz …
    • … dafür mäßiger Kabelwust im Gerät (aber kaum vermeidbar und in Maßen)
  • Keine externen Festplatten im ganzen Raum verteilt, da das Gehäuse bis zu 16 Platten schluckt …
    • … und, weil es dank Adaptern im Gehäuse egal ist, ob IDE- oder SATA-Platten verbaut werden
  • Ein Hauptschalter für Alles
  • Leise und sparsam …
    • … im Vergleich zu dem 40cm-Raumventilator, der vorher ein nacktes Rechnergerüst belüftet hat
  • Klettband ist mindestens so genial wie erhofft – hält und hält und hält und hält und hält
  • Rollen sind sehr praktisch, nicht zuletzt bei der Reinigung
  • Integriertes Audio-System ist sehr praktisch (wenn auch nicht sehr ausgiebig genutzt)

Nach ein paar Jahren Dauerbetrieb haben sich aber doch einige Dinge gezeigt, die man hätte besser machen können. Ganz besonders dieser Nachteil, der zu einigen Provisorien führte:

Die Festplatten waren ursprünglich freischwebend montiert, eingefasst in Textilgummis, die seitlich in die Krallen eingespannt wurden. Da sich aber als sehr wartungsintensiv herausgestellt hat, jedes halbe Jahr neue Aufhängungen zu knoten und zu flechten, wurde kurzerhand eine provisorische Lösung installiert.

  • Festplatten sind extrem stromsparend geworden …
    • … 1000W für 16 Platten ist für hiesige Zwecke zu viel
    • … ein einzelnes Standard-ATX-Netzteil sollte reichen
  • Luftiger Verbau allein macht schon viel Kühlung …
    • … es müssen nicht rund um die Uhr vier 120mm-Lüfter auf Maximaldrehzahl laufen, um das sicherzustellen
  • Aufhängung der Platten mit Textilgummis ist nicht nur extrem leise …
    • … sondern auch extrem instabil, sobald die Teile etwas ausleiern
  • Das Mainboard an der Rückwand zu installieren macht es unnötig schwierig, Komponenten auszutauschen
  • Eine Innenraum-/Arbeitsbeleuchtung ergibt wenig Sinn …
    • … wenn sie ausgeht, sobald man den einzigen Hauptschalter betätigt

Diese Punkte veranlassten mich, „Projekt Guerkhan-NextGen” (Arbeitstitel) ins Leben zu rufen. Als allererstes:

Zeit für’s Reißbrett!

  • Ein klappbares, mit Scharnieren fest montiertes Monitormodul soll her!
    • Im CAD-Plan der obere Quader
    • Kann nicht vom Gehäuse fallen
    • Kein Einstauben von Monitor, Tastatur und Maus (wenn geschlossen)
    • Server wird zum handlichen, robusten Kubus (wenn geschlossen)
  • Verbesserte Belüftung
    • Luftstrom von unten nach oben statt von links unten nach rechts oben
    • Temperaturgesteuerte Regelung statt Maximaldrehzahl tagein, tagaus
  • Geräuschentkoppelte Aufhängung für die Platten!
    • Schräg montierte, luftdurchlässige Taschen klingen interessant
    • IDE-Stromversorgung fest verbaut, SATA per Adapter wie im ersten Gehäuse
    • 6, lieber 7 Festplatten-Bays
      • Ein RAID5 aus 4 Platten
      • Systemplatte
      • 1-2 HDD-Bays als Reserve offen
  • Optimierter 230V-Verteiler!
    • Netzschalter nimmt Spannung bis zum Anschlusskabel weg
    • Hauptschalter nimmt Spannung bis auf Innenraumbeleuchtung und PC-Netzteil weg
    • PC-Netzteil verfügt über weiteren Schalter, ist also sicher

Zu diesen vier Teilen werde ich hier weitere Beiträge verfassen.

  • Optimierungen an der äußeren Form!
    • Tragegriffe: Wären enorm praktisch zusammen mit den Rollen
    • Abschließbarer Riegel: Das gewisse Extra an Hardware-Sicherheit
    • Seitliche Zuleitung: Schließt bündig mit der Wand ab
  • Keine modifizierten PC-Netzteile!
    • Einfacher Austausch bei Defekt möglich
    • Kein Garantieproblem
  • Mainboard auf die linke Innenseite
    • Bei offener Tür alle Anschlüsse von vorn erreichbar

Zum eigentlichen Plan für das ganze Gehäuse mehr in einem der nächsten Beiträge.